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Wie aus Jungen Männer werden
Als jemand, der sowohl unmittelbar als auch generationsübergreifend über Familie nachdenkt, macht mir die Tatsache, dass ich die Eltern meiner Enkelkinder großziehe, auf eindrucksvolle Weise bewusst, dass mein Handeln einen tiefgreifenden Einfluss auf Menschen hat, die ich noch nicht kenne. Deshalb empfinde ich eine besondere Verantwortung, meinen beiden Söhnen die Eigenschaften und Verhaltensweisen vorzuleben, die sie auf ihrem Weg vom Jungen zum Mann verkörpern sollen.
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Vater und Sohn – und das Potenzial der nächsten Generation Mann.
Foto: PeopleImages/iStock
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Delano Squires
21. Dezember 2025
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Lesedauer: 5 Min.
Westlich geprägte Jungen und Männer befinden sich in einer Krise. Immer wieder referieren kulturelle Kommentare und politische Diskurse von der Vorstellung, dass Männlichkeit und traditionelle Geschlechterrollen „toxische“ Kräfte der Unterdrückung seien.
Männer ziehen sich aus der Arbeitswelt zurück und sterben den Tod der Verzweiflung. Wir leben in einer Kultur, in der Gesetze zur Förderung der Vaterschaft kritisiert werden. Stattdessen werden Dragqueens gefeiert, die Kindern in öffentlichen Bibliotheken Geschichten vorlesen.
Wenn sich Männer und Frauen ergänzen statt zu konkurrieren
Als schwarzer Vater, der Söhne großzieht, weiß ich auch, dass sie in eine Welt mit sehr spezifischen Herausforderungen in Bezug auf Männlichkeit eintreten werden. Dass Tötungsdelikte die häufigste Todesursache für junge schwarze Männer sind und mehr als 70 Prozent der schwarzen Kinder von unverheirateten Eltern geboren werden, prägt die Erwartungen, die viele schwarze Jungen an ihr eigenes Leben haben.
Unsere Kultur hat viel zu sagen, wenn es um Männer geht. Als Christ orientiere ich mich bei meinen Überlegungen zu Merkmalen gesunder Männlichkeit an der Bibel und nicht an gesellschaftlichen Normen.
Die erste Lektion ist, dass sich kein Mann dafür schämen sollte, ein Mann zu sein, denn Gott hat ihn so geschaffen. Ich glaube auch, dass Männer in einem von Ordnung geprägten Umfeld am besten zurechtkommen. Deshalb werde ich meinen Söhnen beibringen, dass sie, wenn sie die Rolle des Familienvaters gut ausfüllen wollen, sich von Gottes Wort leiten lassen sollen.
Sie müssen auch wissen, dass Frauen weder Feinde sind, mit denen man sich auf den Schlachtfeldern der Kulturkriege auseinandersetzen muss, noch Objekte, die durch Musik und Medien herabgewürdigt werden dürfen. Sie sollen ihr weibliches Gegenüber als das sehen, was es ist: Geschöpfe, nach dem Ebenbild Gottes, im Wert gleich, aber in Form und Natur verschieden.
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Männer und Frauen sind dazu bestimmt, einander zu ergänzen und nicht miteinander zu konkurrieren. Die Ablehnung dieser Unterschiede hat dazu geführt, dass wir Ritterlichkeit als Bevormundung und Pornografie als Befreiung ansehen.
Es gehört zu meinen Aufgaben, dafür zu sorgen, dass meine Söhne dieser Denkweise nicht zum Opfer fallen. Das traditionelle Motto „Versorgen und Beschützen“ wirkt in einer Zeit der „Erniedrigung und Vernachlässigung“ geradezu gegenläufig zur gängigen Kultur an.
Foto: g-stockstudio/iStoc
Heranreifen und Verantwortung übernehmen
Jungen und Männer müssen auch wissen, dass „Verantwortung“ – entgegen der Meinung mancher – kein Schimpfwort ist. Tatsächlich ist es die Fähigkeit, für sich selbst zu sorgen und Verantwortung für andere zu übernehmen, die Jungen von Männern unterscheidet. Der ultimative Beweis für Männlichkeit ist die Bereitschaft, sich für ein Leben lang an eine Frau und die gemeinsamen Kinder zu binden.
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Männer und Jungen müssen heute die Berufung zum Ehemann und Vater als zentral für ihre Identität begreifen. So wurde ich erzogen. Mein Vater und sein Freundeskreis erinnerten die Jungs in unserer Kirchengemeinde häufig daran, dass Faulheit und die Unwilligkeit, für den eigenen Haushalt zu sorgen, Merkmale eines gottlosen Mannes seien.
Ich möchte auch, dass meine Söhne wissen, dass das Leben so kostbar und wertvoll ist, dass ein Teil ihrer Aufgabe darin besteht, es zu schützen. Das bedeutet, dass sie weise genug sein sollten, um zu wissen, dass ihre zukünftigen Ehefrauen trotz der Rufe nach Gleichberechtigung der Frauen von ihnen erwarten werden, nachts nachzuschauen, wenn draußen etwas poltert.
Die Familie, der Grundpfeiler der Gesellschaft.
Foto: Halfpoint/iStock
Gesunde Männlichkeit
Letztlich findet sich gesunde Männlichkeit in Männern, die Selbstbeherrschung, Weisheit, Geduld, Mut, Ehrlichkeit, Freundlichkeit, Sanftmut, Beharrlichkeit, Abenteuerlust und Liebe zeigen. Dieses Land braucht Männer, die die Balance zwischen Stärke und Sanftmut beherrschen.
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Das ist das Leben, das ich mir für meine Söhne wünschen würde – und für jeden Jungen, Teenager und jungen Mann in diesem Land. Ich bete dafür, dass sie in einem Land aufwachsen, das Männer und Männlichkeit wertschätzt – ebenso wie die spezifische Rolle, die wir in unseren Familien spielen. Ich möchte, dass sie Gott kennenlernen, eine sinnvolle Arbeit finden, eine gute Frau heiraten, gemeinsam Kinder großziehen und eine Familie aufbauen, die von Frieden und Schaffenskraft geprägt ist.
Ich wünschte, ich könnte all diese Ideen in eine Geschichte verpacken, damit jeder Vater sie seinem Sohn vorlesen könnte, um ihm diese Lektion täglich zu bekräftigen.
Der Geschichte würde ich den Titel geben: „Der Junge, der zum König bestimmt ist.“
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